Technologische Vernetzung im Gesundheitssystem

Gesundheitssystem

Mensch und Maschine wachsen in allen Bereichen des Lebens immer mehr zusammen. Das Gesundheitssystem arbeitet schon seit Jahren mit digitaler Technik. Doch das Gespräch mit dem Arzt musste bis vor kurzem noch immer vor Ort, in Anwesenheit des Patienten stattfinden. Eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie zu vollziehen waren unmöglich.

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben nun dafür gesorgt, dass sich auch der medizinische Bereich immer mehr den modernen Kommunikationstools öffnet. Ärzte und Patienten nutzen zum Beispiel die Möglichkeit der Telemedizin, wie die Videosprechstunde, verstärkt. Doch das ist nur ein erster Schritt, der die Partnerschaft zwischen Arzt und Patient weiter digitalisiert. In diesem Blogartikel beleuchten wir, welche weiteren Fortschritte es am Gesundheitssektor gibt.

 

Zentralisierung wider Zettelwirtschaft

Der medizinischen Bereich verändert sich entscheidend. Der Schritt in die moderne Zukunft scheint nun endlich auch für unser Gesundheitssystem unausweichlich. Begünstigt durch die Corona-Pandemie, werden nun auch endlich rechtliche Grundlagen dafür geschaffen. Das treibt die Entwicklung von Technologien voran, die sowohl im Sinne des Arztes als auch des Patienten sind. Davon profitiert am Ende das gesamte Gesundheitssystem. 

Ein massiver Vorteil der zunehmenden Technik des Gesundheitssystems ist die Datensammlung und -speicherung. Dies beginnt bei der Ausstellung von Rezepten bis hin zur Dokumentation der persönlichen Krankenakte. Man muss sich darüber klar sein, dass ein Patient bei unterschiedlichen Krankheitsbildern über die Jahre auch bei verschiedenen Spezialisten ist. Deshalb ist es dringend notwendig, die Befunde zu sammeln und professionell zu archivieren. So sind sie zukünftig auch für andere Personen zugänglich, die in den Behandlungsprozess involviert sind.

 

Die ePA als digitales Dokumentations Tool

Die Einführung der ePA (elektronische Patientenakte) zum 01. Januar 2021 ist ein zukunftsweisender Meilenstein. Dem Patienten ist es erstmals möglich, seine Befunde sauber und sicher auf seinem Smartphone zu verwalten. Doch nicht nur das: Er selbst ist der alleinige “Herrscher” über diese Daten! Er kann selbst bestimmen, welche Daten er welchen Spezialisten zeigen möchte. So kann bald der Befund des Kardiologen direkt in die dafür vorhergesehene App hochgeladen werden. Der Patient bestimmt dann selbst darüber, wem er seine Daten zur Verfügung stellt. So kann er die relevanten Befunde beispielsweise für seine Hausärztin zugänglich machen, die mit ihm gemeinsam die weiteren Schritte in der Behandlung bespricht. Alles mit nur einem Mausklick. Dies fördert den Austausch der beteiligten Personen und hilft maßgeblich bei der Umsetzung medizinischer Vorhaben. Alles zum Wohle der Patienten.

 

Das eRezept

Ein weiterer Meilenstein in der digitalen Weiterentwicklung des Gesundheitsbereichs ist ohne Zweifel das eRezept. Ab Juli 2021 ist die Einführung der Ausstellung eines solchen Rezeptes möglich. Das eRezept beendet dann endlich die lästige Zettelwirtschaft. Gleichzeitig wird damit auch die Basis für mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie geschaffen. Die Prozesse zwischen Arztpraxen und Apotheken werden so vereinfacht und alles kann mit einer simplen App über das Smartphone verwaltet werden. Dadurch können natürlich massiv Zeit, Kosten und Ressourcen eingespart werden. Diese Steigerung der Effizienz entlastet das gesamte Gesundheitssystem, da die Behandlungssicherheit deutlich erhöht werden kann. Wer sich in Zukunft per Videosprechstunde ärztlich beraten lassen will, spart sich also mit einem elektronisch ausgestellten Rezept den Weg in die Arztpraxis. Genau das ermöglicht zum Beispiel CyberDoc.

 

Zunehmende Vernetzung bei gleichzeitiger Öffnung

Neben dem eRezept und der ePA soll zusätzlich die eMedikation zu einer massiven Vernetzung aller relevanten Partner im Gesundheitsbereich führen. Ärzte und Therapeuten können die Behandlung passgenau ausrichten und überprüfen. Und das über verschiedene Disziplinen, Fachärzte und Institutionen hinweg. Es können Erinnerungen an Medikamente eingerichtet oder ein Medikamentenplan erstellt werden. Auch Nachbestellungen sind so möglich. Das alles erfolgt digital. Auf diesem Weg sind alle Beteiligten unmittelbar miteinander verknüpft. So können sie gemeinschaftlich verschiedene Behandlungsmethoden entwickeln. Alle involvierten Personen und Institutionen können im weiteren Verlauf den Fortschritt überwachen und die vorgeschlagenen Methoden prüfen.

Außerdem sollen digitale Anwendungen, wie verschiedene Formen von Apps, verstärkt in die Behandlung integriert werden. Das macht den  Behandlungsprozess noch zugänglicher und nimmt auch den Patienten mehr mit in die Verantwortung. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt und lassen auf positive Zeiten für das Gesundheitssystem hoffen.

 

Fazit von CyberDoc

Natürlich hören sich diese vorgestellten Dinge gut an. Man darf jedoch nicht vergessen, dass der Großteil der derzeit zu behandelnden Patienten selten bis gar nicht Zugang zu diesen technologischen Mitteln hat. Gerade die ältere Generation, die eine Vielzahl an Behandlungen und Therapieformen benötigt, wird weiterhin vom “traditionellen” System der Dokumentation abhängig sein. Für Menschen, die bereits jetzt technikaffin sind, gibt es aber tatsächlich positive Ausblicke und dadurch natürlich für unser Gesundheitssystem als Ganzes.

Dabei muss die interdisziplinäre Kommunikation und das aktive Einbinden der Patienten weiter fortgesetzt werden. Nur so lässt sich das Maximum aus den digitalen Möglichkeiten herauszuholen. 

Ihr Oliver Neumann