Ersetzt die Telemedizin den Arzt vor Ort?

Arzt

Die Welt ändert sich in einem rasanten Tempo. Die Pandemie und ihre Auswirkungen haben dafür gesorgt, dass sich das Gesundheitssystem, zumindest ein Stück weit, neu erfinden muss. Vorbei sind die Zeiten, in denen man wegen jeder Kleinigkeit in die Praxis eines Arztes musste. Aufgrund der Ansteckungsgefahren, die in einem Warteraum beim Arzt bestehen, wird mittlerweile davon abgeraten, diesen vor Ort zu konsultieren. Außer in Notfällen natürlich. Bietet die Telemedizin und die Videosprechstunde nun die Lösung für alle bestehenden Probleme? 

In diesem Artikel legen wir dar, mit welchen Tendenzen wir es am Gesundheitsmarkt zu tun haben und weshalb der Arzt vor Ort auf jeden Fall unverzichtbar ist für eine professionelle Gesundheitsversorgung.

 

Digitalisierung der Medizin

Den Trend, die Realität immer weiter zu digitalisieren, gab es natürlich auch schon lange vor Corona. Es gab nur wenige Bereiche, die sich dieser Digitalisierung entziehen konnten. Ein solcher Bereich war zweifelsohne der Gesundheitsbereich, und hier im Speziellen die Beratung des Arztes. Es wurde bis dato immer davon ausgegangen, dass eine Vorort-Beratung durch einen praktizierenden Arzt unter allen Umständen besser sei, als eine Beratung über ein digitales Kommunikationstool.

Bis kurz vor dem Ausbrechen der Pandemie hatte diese Vorstellung der Ausübung der ärztlichen Profession ihre unumstößliche Gültigkeit. Doch seit März 2020 ist alles anders. Plötzlich wurden rechtliche Rahmenbedingungen so angepasst, dass eine ärztliche Beratung nicht mehr unbedingt die physische Anwesenheit des Patienten notwendig macht.

 

Digital Natives

Die Digitalisierung hat natürlich neue Gewohnheiten hervorgebracht, deren Ansprüche sich auch auf den Gesundheitsbereich ausbreiteten. Schon lange vor Corona war klar, dass die Ansprüche, beispielsweise von Digital Natives, die mit den digitalen Technologien aufgewachsen sind, anders geartet sind, als die der älteren Generation. Wissen und Beratung muss für diese Generation, aber nicht nur für diese Generation, schneller und bequemer zur Verfügung stehen. Wieso sollten sie diesen Anspruch beim wichtigsten Gut, der Gesundheit, zurückschrauben? Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis den Wünschen von Seiten der Gesetzgeber nachgegangen wurde. Corona hat dies nun beschleunigt, da telemedizinische Beratung von nun an erlaubt ist.

 

Nun muss der Markt nachlegen

Die Nachfrage nach telemedizinischen Angeboten, vor allem in den vorherrschenden Zeiten, aber höchstwahrscheinlich auch in den Zeiten nach Corona, hat dramatisch zugenommen. Nun ist es am Markt, mit dementsprechenden Angeboten auf diese Nachfrage nach digitaler Auskunft zu reagieren. Dies betrifft jedoch nicht nur die Anbieter diverser Portale, wie unserem eigenen – CyberDoc – sondern auch das ärztliche Personal, welches diesen neuen Weg mit uns gemeinsam gehen muss. Die aktuell praktizierenden Ärzte müssen ebenfalls den Mehrwert der digitalen Beratungselemente erkennen, um diese aktiv ihren Patienten zu empfehlen. Die Vorteile der Telemedizin und der Videosprechstunde finden Sie in diesem Artikel.

 

Die Stunde der Videosprechstunde

Wir von CyberDoc sind sehr zuversichtlich, dass der Weg der Videosprechstunde und der Telemedizin von immer mehr Ärzten gegangen wird. Schließlich wird auch der Anteil der Digital Natives unter den Ärzten selbst immer größer, wenn wir das Geburtsjahr der Digital Natives ab 1980 festmachen. Somit ist diese Generation ebenfalls mit digitalen Technologien aufgewachsen und haben einen ganz anderen Blick auf die Bedürfnisse der Altersgenossen. Wir von CyberDoc tun alles dafür, dass der Übergang für alle Beteiligten, die diesen Schritt in die Telemedizin gehen möchten, möglichst einfach und friktionslos geschieht.

Gleichzeitig geht es uns darum, den Arzt vor Ort zu stärken, denn ein Gesundheitssystem ohne Behandlungsmöglichkeiten vor Ort ist schier undenkbar. Vielmehr geht es darum, die analogen und digitalen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, erfolgreich zu kombinieren. 

 

Ist der Arzt vor Ort überflüssig?

Kommen wir zur Eingangsfrage zurück: “Ersetzt die Telemedizin den Arzt vor Ort?”. Die Antwort ist Ja und Nein. Ja, weil gewisse Beratungsleistungen tatsächlich nicht mehr vor Ort durchgeführt werden müssen. Über die Videosprechstunde kann schnell und unkompliziert geklärt werden, ob ein physisches Erscheinen überhaupt notwendig ist. Bis zu 70 % der Beratungsleistung kann tatsächlich ohne Erscheinen in der Praxis erfolgen.

Nein, weil es eben diese 30 % gibt, die ein Aufsuchen der Praxis tatsächlich erforderlich macht. Nicht jede Form der Beratungsleistung kann digital abgebildet werden. Schließlich gibt es auch Notfälle, die den Arzt vor Ort unersetzbar machen. CyberDoc setzt sich für die fruchtbare Koexistenz beider Beratungsmöglichkeiten ein.

 

Der Arzt vor Ort profitiert durch Telemedizin

Nun könnte man zu der Erkenntnis gelangen, dass Praxen durch das neue Angebot der Telemedizin leiden. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Dadurch, dass ein großer Teil der Beratungsleistung online abgewickelt werden kann, profitiert natürlich die Beratung vor Ort. Es gibt weniger Stress und mehr Zeit für die medizinische Beratung in der Praxis. Die Ärzte können sich daher den Patienten ohne Eile und vollumfänglich widmen und gleichzeitig professionelle Beratung über die Videosprechstunde für Menschen abhalten, die gar nicht in die Praxis kommen müssen.

Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, die CyberDoc sehr gerne mit seiner Plattform unterstützt.

 

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