Digitale Versorgung und ihre Vorteile für Ärzte

digitale Versorgung

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Das gilt auch für die digitale Versorgung. Wir von CyberDoc sind uns dessen bewusst, dass neue Prozesse oder Abläufe nicht so nebenher zu implementieren sind. Vor allem dann, wenn die tägliche Arbeit in den Praxen sowieso schon sehr fordernd ist. Sich dann mit einem Zusatzangebot wie von CyberDoc auseinander zu setzen, ist eine nicht immer willkommene Zusatzaufgabe. In diesem Artikel möchten wir jedoch darlegen, weshalb eine Implementierung eines digitalen Medizinangebotes, beispielsweise in Form der Videosprechstunde, nicht nur für Patienten, sondern auch für Ärzte massive Vorteile bietet.

 

Alles ist schwer, bis es leicht wird

Überfüllte Warteräume, dutzende von Patienten und etliche Stunden intensiver Konzentration. Viele niedergelassene Ärzte sorgen in ihren Praxen für die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung: im ländlichen oder auch im urbanen Gebiet. Seit 2020 gibt es die Möglichkeit der Videosprechstunde. So können Arztgespräche durchgeführt werden, wenn der Patient nicht direkt vor Ort in der Praxis ist. Die Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand: Kürzere bis keine Wege, schnelle Abklärung der Anliegen, professionelle Beratung und ein hohes Maß an Bequemlichkeit durch die Terminvergabe. So werden Nerven und zeitliche Ressourcen geschont. 

Doch wie sieht es auf der Seite der praktizierenden Ärzte aus? Was sind deren Vorteile durch das Angebot der Videosprechstunde? Derzeit scheint es so, als würde das Angebot der digitalen Gesundheitsversorgung vor allem Patienten “nutzen” und für Ärzte eine Zusatzbelastung darstellen, wie verschiedene Umfragen nahelegen. Hartmannbund » Reinhardt: Ärzteschaft wird Chancen sinnvoller Digitalisierung nutzen!

 

Mehraufwand hält sich in Grenzen

Der Aufwand für den Arzt ist von Praxis zu Praxis unterschiedlich. Es kommt darauf an, wie gut digital der betreffende Arzt schon ausgestattet ist. Im Normalfall reicht ein Tablet und eine gute Internetverbindung, um von den Vorteilen von CyberDoc zu profitieren. Anfangs ist es wahrscheinlich noch sehr ungewohnt, diese Form der Beratung anzubieten. Genau dafür haben wir von CyberDoc spezielle Tutorials entwickelt, die dem Arzt helfen, eine vertrauensvolle Atmosphäre aufzubauen. Die Kommunikation muss über diesen modernen Weg anders aufgebaut werden, um den Patienten gut durch das Gespräch zu führen.

Außerdem müssen eigene Zeitblöcke definiert werden, in welchen ausschließlich diese Form der Videoberatung stattfindet. Doch dies ist nur am Anfang eine Herausforderung. Das Angebot der Videosprechstunde wird auch von Patientenseite immer besser angenommen werden. Dadurch werden zukünftig immer weniger Menschen tatsächlich vor Ort sein und die Patientenströme verteilen sich auf mehreren Ebenen werden. Das wiederum führt sicherlich zu einer Entlastung vor Ort in der Praxis.

 

Medizinische Beratung vom Sofa aus

Oberflächlich betrachtet scheint die Videosprechstunde nur für Patienten von Vorteil zu sein. Die niedergelassenen Ärzte hingegen müssen mit einem Mehraufwand rechnen. Zumindest am Anfang. Doch jeder Patient, der sich für die Videoberatung entscheidet, sorgt dafür, dass die Arztpraxis vor Ort entlastet wird. Statt teilweise stundenlang im Wartezimmer der Praxis Platz zu nehmen, können 70 % der Patienten ihre Beratung erfolgreich online abschließen. Nur 30 % der Patienten müssen nach der Videosprechstunde noch die Praxis aufsuchen. 

Mit der Zeit wird dieses Angebot immer stärker von den Patienten angenommen. Der große Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass der Arbeitsalltag der praktizierenden Ärzte planbarer wird. Je mehr es zu Entlastung der Praxis vor Ort kommt, desto mehr können sich Ärzte auf die einzelnen Fälle vor Ort konzentrieren und ihre Zeit effektiver einsetzen. Je besser dies gelingt, desto mehr Raum kann der Videosprechstunde und anderer telemedizinischen Tools eingeräumt werden. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

 

Der Arzt als Unternehmer

Wir dürfen an dieser Stelle jedoch auch nicht vergessen, dass Ärzte sich zunehmend als Unternehmer sehen sollten. Deren Aufgabe wird es immer mehr sein, für “Neukunden” zu sorgen. Auch wenn das vielleicht niemand gerne liest, aber es ist die Wahrheit. Für viele wird diese Wahrheit noch bitter werden, wenn sie jetzt nicht “vorsorgen” und den technologischen Weg mitgehen. Fakt ist, dass mit jedem Monat und mit jedem Jahr eine neue Welle an jungen Patienten nachrückt, die es gewohnt ist, dass Beratung von der Person und vom Ort entkoppelt ist. 

Bankgeschäfte werden über die Online-Banking-App durchgeführt und Beratungen finden immer mehr per Chats und Videocall statt. Was am Ende zählt, ist das Ergebnis für diese Generation an “digital Natives”. Auch Ärzte müssen davon ausgehen, dass Patienten sich für das Angebot entscheiden, welches für sie am bequemsten und effektivsten erscheint. Eine Zusammenarbeit mit CyberDoc ist daher auch eine Investition in die Zukunft, um seinen eigenen “Kundenstamm” kontinuierlich auszubauen. 

 

Fazit von CyberDoc – Mehrwert, der motiviert

Die technologische Entwicklung schreitet mit großen Schritten voran. Auch der medizinische Bereich kann und soll sich dem nicht länger verschließen. Videosprechstunden, eRezept oder ePA zeigen ganz deutlich, wohin die Reise des Gesundheitssystem gehen kann. Damit dieser Weg jedoch gegangen werden kann, muss eine Veränderung der Personen stattfinden, die am Gesundheitssystem beteiligt sind. Der niedergelassene Arzt ist Dienstleister und muss “Marketing” für seine Praxis betreiben. Dies hören die wenigsten Ärzte gern, doch nur durch eine professionelle technologische Ausweitung des eigenen Angebotes, kann auch die Zukunft einer Praxis gesichert werden. Zum Wohle der Ärzte, zum Wohle der Patienten und des gesamten Gesundheitssystems.